Ich bin wahrscheinlich wirklich eine Künstlerin.
Schon zweimal wurde ich gefragt, was ich eigentlich in einer Klinik für Psychiatrie gemacht hätte. Von Psychologen außerhalb dieses Prozesses. Und jedesmal hielt ich es für eine Drohung, eine Mahnung, eine Kritik. Von wegen ich hätte es nicht verdient.
Aber sie meinten erstmal nicht mich, dachte ich dann.
Jetzt aber weiß ich was sie meinten, oder vielmehr, was für mich einen Sinn macht.
Sie sind auf mich hereingefallen. Ich habe einfach bekommen, was ich wollte. Der Aufenthalt in so einer Anstalt ist aber nichts, das man bekommt, weil man es einfach halt mal so gerne würde. „Luxusseminar für Frustrierte“.Aber ich habe es gebraucht. Es hat mich auch stabilisiert.
Ich habe sie manipuliert. In dem ich gespielt habe. Was wahr war. Was hätte werden können, und was gewesen war. Lebenskünstlerin.
Ich bin so kreativ und intelligent, so sensibel und eigen, dass ich auch sehr gut psychotisch werden könnte. Es in Ansätzen schon war. Wie alle Künstler. Alle sind und waren verrückt, süchtig und begabt.
Wie ich.
06.05.2009
Sowas in der Art....
Von Lupina 0 Kommentare
19.04.2009
It's in the water, Baby!
Ich hab es so gut bei Dir.
Ohne Dich wollte ich einfach nie leben.
Der einzige Zeitpunkt, an dem Du Fehler machst ist wenn Du mir nicht vertrauen kannst.
Ich habe sehr wohl verstanden. Ich habe in Dich hinein gesehen und es erlebt als wäre es meine Realität. Ich war dort, ich war Du.
Ich spüre den Schmerz, ich verstehe ihn nicht nur.
Aber für mich sieht es anders aus und solange Du das nicht siehst solange kannst Du mir nicht vertrauen.Durch meine Augen sehen, was ich damit meine, wenn ich sage, Du machst mich fertig.
Ich wollte mir auch nicht ansehen, wie ich zu Dir war – durch Deine Augen. Weil es mehr schmerzt als den anderen enttäuscht zu haben. Es ist vielmehr gegen mich selbst gerichtet.
Die Enttäuschung darüber, wie ich nur denjenigen, ohne den ich nicht leben kann so enttäuschen konnte die schmerzt mehr als der eigene Schmerz des Enttäuschtwerdens.
Das verlangt das größere Bestehenkönnen sich dem auszusetzen.
Niemand kann uns so verletzen wie wir selbst, von niemandem können wir so bodenlos enttäuscht werden und sein.
Es ist was es ist.
Noch nie war mir jemand so nahe wie Du im Moment. Und ich bin stolz und glücklich. Weil ich es mir so vorgestellt habe. Wobei es mit Dir sowieso immer das gleiche ist: keine Vorstellung, keine Phantasie kann mit der Realität mithalten, die Du bietest. Du bist derjenige, der mich glücklicher als meine Träume macht.
Und deshalb kannst Du, wenn Du Dir so liebvoll wie ich es empfinde ins Gesicht siehst, Dir vertrauen mir zu vertrauen.
Aber Du mußt Dich ansehen. Durch mich.
Ich habe meine Fehler und sie können komisch aussehen, weil sie sich wirklich komisch anfühlen. Aber ich habe gar keine andere Wahl als Dich zu lieben.
Weiß Du noch die Sehnsucht? Vielleicht gibt es Menschen, bei denen sie wirklich ein Glaube erlösen kann. Andere stehen so feste mit ihren Füßen auf dem Boden, dass sie soetwas nicht mal brauchen. Ich habe es letztlich nach Menschen, nach Beziehungen.
Und wenn Du mir vertraust und es willst (oder andersrum) erfüllst Du sie mir.
Es ist wie es ist, Du und ich sind nun wirklich und für immer eins.
Von Lupina 0 Kommentare
03.04.2009
Loslassen

Kann man überhaupt loslasssen? Von sich aus, aktiv!? Sich vornehmen mal loszulassen. Tun wir doch alle?! Zumindest die mit gewissen Sensibilitäten oder Zugängen zum Ganzen.
Sich vornehmen loszulassen funktioniert eigentlich per defintion doch gar nicht. Genauso wenig wie fühlen. Man kann nicht 'auf Befehl' fühlen. Klingt wie die Aufforderung: 'Jetzt sei doch mal spontan'.
Sobald ich das Vorhaben habe kontrolliere ich doch schon. Wenn ich eine Handlung vollführe kann ich nicht mehr loslassen, weil ich die Kontrolle über meine Muskeln haben muss. Man kann sich nicht vornehmen loszulassen.
Es überkommt Dich. Das Gefühl, dass der Kopf, der Körper, der Geist, die Seele und die ganze Welt zerschmelzen. Kein Ich, kein Du, keine Zeit. Und höchste Erfüllung, ideale Erregung. So ähnlich wird auch der 'Workflow' beschreiben.
Von dem indischen Herrn mit dem unglaublichen Namen. Chiccentmihali oder so (ok, fast, er heißt Mihaly Csikszentmihalyi und ein Inder ist er auch nicht. Schade, ich fand das klang so. Wie ich auch immer meine Perser zu erkennen, mich aber auch öfters täusche.)
Das sind Dinge, die man nicht bewusst herbeiführen kann. Nur habe ich das Gefühl ich habe zuwenige dieser Momente. Beim Schreiben kann ich das haben. Mir selbst nahe sein, die richtige Geschwindigkeit zu finden, darin aufzugehen, was ich tue.
Aber ich warte Tag um Tag, Jahr um Jahr auf den Moment, in dem ich die Erleuchtung hab. Die Erkenntnis, nach der ich loslassen kann. Mich fallenlassen, auf meine Instinkte vertrauend fühlen. Wenn ich endlich aufhöre zu denken.
Aber mal ganz im ernst, wieso sollte ich aufhören wollen zu denken?
Nein, ich will ein Gleichgewicht haben, ein Fluss sein. Von Gehirn und Gefühl,von Worten und Taten. Sie sollen miteinander kommunizieren und einen eigenen Weg finden. Zusammenarbeiten, sich ergänzen. Sich respektieren und gleichwertig zum Tragen kommen. Bei jeder Entscheidung, jeder Verantwortung, und jeder Handlung. Jeder dort, wo er hingehört, das tuend, was er am besten kann.
Dann könnte ich loslassen. Dann hätte ich losgelassen.
Ich wollte nie etwas anderes, als Menschheitsgeheimnisse erfahren und teilen.
Von Lupina 0 Kommentare
28.03.2009
Liebling
Sich darauf verlassen können geliebt zu werden.
Gut, ich behaupte ich habe dieses Glück erfahren, wie nach allen guten Lehrbüchern: 'meine Mama hat mich lieb'. Diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Manchmal denke ich das hat mir vor den Abgründen – Suizid, Psychose- tatsächlich bewahrt.
Aber da gibt es eben etwas, das sich dem so stark entgegensetzt. Die andere Seite, so weit entfernt, dass es mich zwischen den zwei Punkten zu zerreißen droht.
Ich habe Probleme mit dem Männlichen an sich. Dadurch auch mit Männern, auch mit Frauen, mit dem Frau-sein. Ying ohne Yang is halt nicht.
Die Balance die fehlt. Wenn zwei Gegensätze zu weit auseinander liegen zerreißt eben manchmal das Band dazwischen doch.Und mit der kosmischen Ordnung hat es sich dann auch.
Ich war in Urspring auch deshalb so glücklich, weil ich meinen Vater in mir aufkommen spürte. Es waren durchsetzungsstarke, prinzipengeleitete Seiten an mir. Und sie waren erfolgreich. Es hat mich ganz gemacht.
Ich kann die Menschen an sich und damit auch mich abgöttisch lieben.
Das muss ich nicht aufgeben. Im Gegenteil.Aber um ganz zu sein muss die andere Seite auch sein.
Eine Annäherung.Zärtlich.
Ich kann mich darauf verlassen, dass Du mich liebst.
Ist das nicht ein Widerspruch in sich?
Nein, ich glaube das ist, was wir alle wollen, obwohl es zur Zeit sehr unpopulär ist.
Zur Beruhigung derer: ich kann mich nicht darauf verlassen, dass Du immer bleibst.
Sowieso egal,, was sein wird. Es ist kein Traum den ich habe – ob es populär ist, oder nicht. Es ist vielmehr eine Feststellung. Eine Schlussfolgerung aus der Vergangenheit. Oh ja, und ob ich es will oder nicht, ich stelle Dich auf verdammt harte Proben, mein Liebling.
Aber damit noch tausendmal schöner als jeder Traum.
Genauso wie unser 'Zusammensein'. Das schönste ist, es ist schöner als ein Traum, als jeder Traum.
Wahre Liebe ist symbiotisch in sich. Nicht parasitär, mit dem symbiotisch heutezutage allzugern verwechselt wird. Sondern symbiotisch. Also auch, sie ist natürlich auch noch viel anderes mehr. Aber sie ist auch symbiotisch.
Ich schweife ab. Weil es eigentlich viel zu heftig ist. Diese Erkenntnis. Wenn man bedenkt, womit es eingeleitet ist. Also in mir unvergänglich verknüpft.Wenn man mein Mißtrauen bedenkt, ist diese Liebe wirklich ein Geschenk des Himmels.
Mein Atem bleibt mir weg, mein Herz schlägt bis zum Hals, in dem ich einen Knoten hab. Weshalb mir auch schlecht wird, obwohl sich die Schmetterlinge in meinem Bauch wohl fühlen.
Ich will nichts mehr, als sowas an mich heranlassen zu können.Ich will keine Proben mehr. Keine Prüfungen. Kein Misstrauen. Kein Knoten im Hals.
Nur fühlen, dass es numal 'einfach so ist'.
Ja, es gibt das. Der Moment in dem Du erkennst, dass Du sonst nichts zum Leben brauchst.
Ihr kümmert Euch umeinander, als sei es seit jeher so bestimmt. Dich zu nähren fühlt sich an wie mein Sinn. Und ich weiß, ich werde auch an Dir satt.
Man braucht sonst nichts. Es ist einfach so.
Und dann eröffnet sich eine Welt. Eine, die immer da ist, aber zu oft verschlossen. Wie ein Heimkommen und doch so spannend wie etwas vollkommen unbekanntes. Es fesselt Dich und läßt Dich frei gleichzeitig.
Die wahre Liebe ist nicht Verliebtsein, aber Verliebtsein gibt es auch in der Liebe.
Aber die wahre Liebe, zumindest so sehen es die Indianer, die Liebe als Prinzip ist das, was gibt und mehr davon wird. Das einzige Prinzip, das so funktioniert. Aber dieses eine tut es tatsächlich.
Es ist so wunderschön, lass es uns feiern, solange die Nächte und die Tage sind.
Von Lupina 0 Kommentare
25.03.2009
Amoklauf
Meine Meinung?!
Überall Foren in denen jeder -frei nach BoB jedes Arschloch- seine Meinung kundtun kann.
Ich mach das auch. Oder machte. Zum Beispiel in Bezügen, die wichtig für mich waren. Weil es in einer virtuellen Gemeinschaft war, die mich kannte und ich sie. Virtuell aber auch persönlich. Oder einfach so, beim Surfen.
Aber meine wirkliche Meinung ist etwas ganz anderes, als Dein oder mein Statement zu „Arbeiten oder Hartz 4?“, 'Töten Killerspiele?“ oder „Hat Kate Moss Titten?“.
Also zu jedem Scheiß habe ich irgendeine Meinung. Lieber Harz 4, arbeite aber trotzdem für 8 Euro die Stunde als Akademikerin, Killerspiele töten sowenig wie Rock Musik, oder soviel, Kate Moss hat keine Titten, zumindest nicht gegen mich.
Aber wenn es darum geht einer Freundin zu sagen: hast Du sie eigentlich noch alle?! Mich 'ne halbe Stunde in der Kälte stehen lassen und mich dann von der Seite anquatchen ich hätte zur Telefonzelle gehen sollen. Oder einem Arbeitgeber: prima, die Abmachung waren 4 Tage und ins Gemüse einlernen. Ich hab hier 'nen Plan mit fünf Tagen und Kasse und Gemüse gleichzeitig. Dann werde ich lieber krank, als zu sagen: Ihr könnt mich mal.
Weil es keine Meinung ist, sondern weil es mit mir zu tun hat. Es geht nicht um eine theoretisch begründbare Aussage. Sondern um mich.
Und ich werde echt nervös, wenn die ins Spiel kommt. Ich kann tun, was ich will, sie ist letztlich immer unzufrieden. Kritisch bis in die letzte Haarspitze. Und so anpassungsfähig, dass es keinem Menschen auffällt. Dieses liebe Mädchen. Das jeder, wirklich jeder in sein Herz schließt und dort damit tut, was er will. Und ich merke es nicht mal.
Ich tu das ja auch. Ich empfinde alles an Euch nach, weil ich es kann. Ich habe das dritte Auge. Ich sehe Dinge, die keiner bemerkt und höre Dinge, die keiner versteht. Es ist eigentlich nur Abstraktionsarbeit und ich übe das mein ganzes Leben, ich kann das.
Und so entdecke ich mich. Nur dazu mache ich es eigentlich. Ich, das liebe Mädchen.
Fühle bei Euch nur so genau hin, weil ich es so unverbindlich empfinden kann.
Gut, diese Erkenntnis ist nicht neu, aber heute schickt sie mich einfach.
Und sie hat schon wieder so einen kritischen Unterton unter allem. Wo habe ich den her?
Habe ich ihn von meinem Stiefvater?
Ich mache das aus gutem Grund. Selbstschutz. Ich bin schon so so sensibel. Meine Haut ist es, meine Wahrnehmung, körperliche Reaktionen in millionenfacher Weise auf jedes Ereignis.Sex kann so aufregend sein, dass mir schlecht wird. Wie anderen vor einer Prüfung.
Und würde ich ohne Filter auf mich sehen,wäre das so viel Schmerz und ich kann ihn nicht erklären. Ich bezweifele es schon, wenn ich es aufschreibe.
Ich bin gar nicht verrückt, die anderen sind es.
Aber das schlimme ist, wenn ich mir gegenüber einmal die Bewertung beiseite lasse, dann muss ich zweifelsohne gestehen, dass ich mich dauernd und ewig unglücklich, ängstlich, verwirrt fühle.
Und deshalb mich nicht hinstellen kann und sagen: mir geht es schlecht, ich bin, ich fühle, ich will.
Fragst Du mich um meine Meinung zu mir ist es mir am liebsten egal. Abgeschnitten von Dir selbst.
Weil ich traurig würde, wenn ich es mir betrachte. Mit mir verbunden mich betrachte. Ich renne und renne und werde mich nicht los. Aber ich dreh mich auch nicht nach mir um. Ich renne und renne in der Hoffnung endlich freizukommen.
Aber dann, wenn ich mir das alles anschauen soll, dann brauche ich Urlaub, die nächsten drei Jahre.
Dann einfach ein klein bisschen?
Du bist perfekt. Deine einzige Schwäche ist, dass Du es nicht weißt.
Von Lupina 1 Kommentare
